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Foto: ©Technik Museum Sinsheim

Relax Tour Süddeutschland: Technik Museum Sinsheim

INHALTSVERZEICHNIS

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  • Relax Tour Süddeutschland: Technik Museum Sinsheim
  • Technik Museum sinsheim
    • Ein Ausflug zu den Meilensteinen der Technikgeschichte in Sinsheim
    • U-Boot U17 – Technik hautnah
    • Zeitreise unter Concorde und Tupolev-Tu-144
    • Concorde – Königin der Lüfte
      • Königinnen des Überschalls
    • Oldtimer und Mobile Geschichte
      • Militärtechnik macht Geschichte begreifbar
    • Sonderausstellung Rennrad & Fahrrad
    • Fazit
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Lesedauer: 16 Minuten

Technik Museum sinsheim

Ein Ausflug zu den Meilensteinen der Technikgeschichte in Sinsheim

Das Technik-Museum Sinsheim ist ein 1981 eröffnetes Museum in Sinsheim. Neben den Hauptattraktionen, den beiden Überschallflugzeugen Concorde und Tupolew Tu-144, findet sich hier unter anderem eine große Oldtimer- und Autosammlung. Es sollen mehr als 3.000 Exponate auf einer Fläsche von 50.000 m2 ausgestellt sein. Wir wollen dir unsere Eindrücke vom Besuch des Technik-Museums schildern.

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Wir haben uns entschlossen, die Tickets zu lösen und sind sofort beeindruckt. Ich von den Menschenmassen umringt, bin kein ausgesprochener Technik-Freak aber – oh Mann – von den aufgestellten Flugzeugen auf dem großen Platz vor der Kasse begeistert.

Technik Museum Sinsheim
Copyright: © Technik Museum Sinsheim
Lageplan_Technik_Museum_Sinsheim

U-Boot U17 – Technik hautnah

Der freundliche Museums-Mitarbeitende an der Kasse empfiehlt uns zuerst das U-Boot von innen zu besichtigen. Über den großen Platz gehen wir zur Halle 2, Dort steigen wir die Treppen hinauf und gehen den ausgewiesenen Weg zum U-Boot, um in der Besucher-Schlange zu stehen. Nur so können wir ins Innere des U-Boots gelangen. Übrigens das U 17 fuhr zusammen mit dem U 26 als erstes deutsche Nachkriegs-U-Boot im Jahre 1997 über den Atlantik, um in der Karibik und an der Ostküste der USA ein umfangreiches militärisches Übungsprogramm zu absolvieren. Damit operierten erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg und 81 Jahre nach dem letzten Besuch eines unter deutscher Flagge fahrenden U-Bootes in den USA wieder deutsche U-Boote im Westatlantik.

U-Boot U17

Die Wartezeit ist kurz und so können wir in das sehr beengte Innere des U17 gelangen. Der Durchgang durch das U-Boot ist beklemmend echt. Sehr eng, sehr niedrig und rechts und links strotzt es nur so vor technischen Einrichtungen, wovon ich überhaupt keine Ahnung habe.

enger Einstieg U17
enger Einstieg – da muss man sich ganz schön dünne machen
Torpedokammer - U17
vor lauter Technik sieht man das U-Boot nicht mehr

Wozu all die Knöpfe, Hebel und blinkenden Lämpchen? Dabei hören wir – und fühlen wir – den simulierten Motorenantrieb. Die akustische und visuelle Inszenierung der Originalgeräusche von Sonarklängen, ächzendem Stahl und rotes Alarmlicht ist beeindruckend. Wenn ich mir vorstelle, dass dieser Eindruck und dieses permanente Dröhnen und Vibrieren mein ständiger Begleiter während einer mehrwöchigen Unterwasserfahrt wäre – nein, das ist nicht meine Welt. Ich würde sicherlich Platzangst bekommen.

Blick vom Ausstieg U17
Ausblick vom Ausstieg
das Prachtstück U17
Wieder an der frischen Luft


Nach etwa 50 Meter ist diese eindrückliche Vorführung zu Ende und wir können über eine enge Lucke wieder ans Tageslicht gelangen.

Wer sich für die weitere Geschichte und die Überführung des U-Bootes U 17 interessiert, dem empfehle ich den entsprechenden Blog des Museums zu besuchen: U17-Geschichte.

Weiterer Link: SWR: Technik Museum Sinsheim: So sieht U-Boot U17 von innen aus

Tupolev TU-144
Tupolev TU 144 – leider eingerüstet. Nach mehr als 25 Jahren in der Ausstellung muss die Aussenhaut wegen negativer Umwelteinflüsse renoviert werden.

Zeitreise unter Concorde und Tupolev-Tu-144

Jetzt geht es zurück über steile Treppen zur Tupolev TU-144 hinauf. Dieses Flugzeug diente wohl nur dazu, um zu demonstrieren, dass die ehemalige Sowjetunion mit dem Westen mithalten konnte. Die Fakten zu diesem Überschall-Jet besagen, dass dies die erste – noch vor der Concorde – seiner Art war. Der Jungfernflug der Tupolev TU-144 war am 31. Dezember 1968, während der erste Prototyp der Concorde am 2. März 1969 abhob. Die sowjetische Maschine war damit knapp zwei Monate früher in der Luft als das britisch-französische Pendant.

Die Kabine ist alles andere als komfortabel. Wir steigen bis zum Cockpit hoch und auch hier wieder, wie im U-Boot, die totale technische Überwältigung: Knöpfe, Kippschalter und Hebelchen und die Steuer-„knüppel“. Alles sehr beeindruckend. Nur schnell ein paar Fotos schießen, weil hinter uns noch weitere Wissbegierige drängeln.

Triebwerk der TU144
Triebwerke TU-144
Spaziergang hinauf zum Cockpit der Concorde
„Aufstieg“ zum Cockpit
Inside Tupolev
Enge Gänge
Cockpit Tupolev TU144
Cockpit der Tupolev TU-144

Concorde – Königin der Lüfte

Concorde

Raus aus der TU-144 und hoch zur Concord. Über unendlich langen Wendeltreppen zum „Hintern“ der Concord hineingekrochen. Und hier ähnlich wie bei der Tupolev. Nix von Komfort! Lange Gänge, enge Sitzreihen und sehr niedrige Kopfhöhe. Da wirkt ein Jumbojet oder ein Airbus A380 geradezu als eine Kathedrale.

into the Sky - Concorde

Königinnen des Überschalls

Die Tupolev TU144 und die Concorde begründeten eines der spannendsten Kapitel in der zivilen Luftfahrt: Im Jahr 1969, also vor 55 Jahren, haben sowohl die Concorde als auch die Tupolev TU-144 erstmals die Schallmauer durchbrochen.

Die eleganten, superschnellen Passagierflugzeuge flogen in ihrer aktiven Zeit mit „Mach 2“, also doppelter Schallgeschwindigkeit, durch die Luft. Etwa zweieinhalb Jahrzehnte galt ein Flug mit der Concorde als ein exklusives, aufregendes Privileg der Reichen und Schönen.

Für die Ingenieure erfüllte sich mit dem Überschall-Passagierjet ein technischer Traum.

Zum Vergleich: Die heutigen Passagierflugzeuge fliegen mit einer Geschwindigkeit von 800 – 900 km/h.

Endlich am Cockpit angekommen – wie bei der Tupolev und wie im U-boot überall Kippschalter, Hebelchen und Lämpchen, die irgendeinen technischen Zustand signalisieren. Dazwischen zwei enge kleine Sitze im Cockpit, für den Flugkapitän und sein Co-Pilot vorgesehen. Bei der angenommenen Reisegeschwinigkeit – der Atlantik wurde mit der Maschine in 3,5 Stunden überquert, wird das eine enorme Belastung sein.

Backside Concorde
Strahltriebwerk der Concorde
Spaziergang "hinauf" zum Cockpit der Concorde
Cockpit der Concord

Unser Aufenthalt in der Concorde dauert nicht lange, da schon andere Besucher von hinten drängeln. Auch sie möchten einen Blick ins Cockpit werfen, wie alle anderen auch. Was allen gemeinsam haben: wenig Geduld, um unsere Fotosession bis zum Ende wohlwollend zu begleiten. Wir haben noch einige andere Fluggeräte besichtigt und sind von der frühen Technik der Luftfahrt sehr angetan.

Falls du dich für weitere Informationen zur den Überschall-Passagierflugzeugen Concorde und der Tupolev interessierst, dann schau einfach auf den Seiten des Technik Museums.

weitere Flugzeuge
Helikopter
Tante JU (Junkers JU 52)

Die Rutschbahn aus dem obersten Fluggerät haben wir nicht genommen, da wir die angebotenen Rutschsäcke beim Aufstieg nicht genommen haben; hätten sie doch sogar durchs U-Boot schleppen müssen. Also nehmen wir die Treppen, die wir auch zuvor benutzt hatten, nur in umgekehrter Richtung.

Oldtimer und Mobile Geschichte

Nun aber noch schnell zu den Rennsport-Boliden, mit beeindruckender Renngeschichte. Da sind die Rennwagen, die unsere berühmten Asse wie Schuhmacher, Hill, Frentzen und Vettel zu Ruhm und Glanz verholfen haben. Da ist der Audi Quattro von Walter Röhrl, womit er die Rally Monte Carlo gewonnen hat. Da sind die Wüstengeschosse, womit die Rally Dacar bestritten wurde und da sind so schöne alte Autos, ob Mercedes, Rolls Royse oder andere berühmte Marken. Alles ist hier zu bestaunen. Fast ungläubig bestaunen wir alte Traktoren mit den Markennamen von Porsche und Lamborghini.

Lamborghini Taktor
Foto: © Technik Museum Sinsheim und © womonomad.de

Militärtechnik macht Geschichte begreifbar

Die Exponate der Militärtechnik sind beeindruckend und beängstigend zugleich, versetzen sie uns doch in eine andere Welt, die wir gehofft hatten, überstanden zu haben. Beim Betrachten der Panzer und Haubitzen aus dem letzten Weltkrieg, kommen bei uns die bedrückenden Bilder der US-amerikanischen, britischen, kanadischen, polnischen, französischen und deutschen Soldatenfriedhöfe, wo mehrere 10.000 Grabkreuze vom des Krieges zeugen und die wir vor zwei Jahren während unserer Normandie-Tour besuchten, hoch. In Uschi’s Familie sind zwei Brüder ihres Vaters im Krieg – einer in Frankreich, der andere in Russland – geblieben. Das sind Erinnerungen, die nicht verblassen.

Ach, da sind zwei Pershing-Raketen ausgestellt, gegen deren Aufstellung in Deutschland wir in den 1980er Jahren wir protestierten und die heute in Form der Taurus- und Tomahawk-Marschflugkörper wieder Thema der politischen Debatte sind. Ob wir heute, angesichts der konkreteren russischen Bedrohung auch noch protestieren werden?

Sonderausstellung Rennrad & Fahrrad

Zum Schluss haben wir uns in „Jockels Rennrad-Sammlung“ versöhnlich mit der Technik rund ums Fahrrad und Rennrad begeistern lassen. Hier siehst du die Rennmaschinen von Jan Ullrich, Rudi Altig, Miguel Indurain oder Udo Bölts.

Jockels Shop
Foto: © Technik Museum Sinsheim

Fazit

Die Ausstellung umfasst hunderte prachtvoller Oldtimer aller Marken und Epochen, Experimentalfahrzeuge (Brutus) Motoradklassiker, kraftvolle Dampfloks und Landmaschinen und sogar eine Sammlung von historischen Orgeln.Tatsächlich waren wir am Ende so satt, dass wir sogar den Besuch im Restaurant „Flight Deck“ und sogar den „Frit Shop“ ausgelassen haben. („Was ne Sünde!“). Und für den inklusiven Besuch des IMAX-3D-Kinos mit freier Filmauswahl waren wir einfach zu platt.

Alles in allem ist es sehr beeindruckend, was die Sammler dieses Museums hier zusammengetragen haben.

Hinweis für weitere Links: Wikipedia: Technik Museum Sinsheim

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