Warum wir vom Wohnwagen zum Wohnmobil gewechselt sind.

Wohnmobil passt besser zum WoMo-Lifestyle 60+

Die Antwort auf die Frage, warum wir mit dem Wohnmobil und nicht mit einem Wohnwagen reisen, ist eigentlich einfach aus unserem Lebensabschnitt und den Rahmenbedingungen unserer Reisen abzuleiten. Wir reisen heute zu zweit, spontaner und sind nicht mehr an Urlaubszeiten und Schulferien gebunden.

Wie ich bereits berichtet hatte, war ich in jungen Jahren oft „per Anhalter“ unterwegs und später mit meiner Co-Bloggerin, meiner geschätzten Lebensgefährtin und Mutter unserer Kinder, mit einem VW-Passat Kombi und oft „per pedes“ mit Kuppelzelt – und später, als dann die zweite Tochter geboren wurde, mit dem Standzelt unterwegs.

Lesedauer: 9 Minuten

unser Hobby Deluxe

Die Vorteile eines Wohnwagens

Ein Wohnwagen ist komfortabel, man hat mehr Stauraum und die Sitz- und Liegeflächen sind gegenüber einem Wohnmobil großzügig. Mit den Kindern wird man während der Ferien sesshafter. Auf Sightseeing und Kultur, Kirchen, Schlösser besichtigen hatten unsere Kinder keine Lust. Sie wollten nicht ständig herumreisen. Stattdessen hatten sie sich auf dem Campingplatz mit anderen Kindern angefreundet und wollten nicht getrennt werden. So haben wir auch noch ein wetterfestes Vorzelt angeschafft, was wiederum die Flexibilität einschränkte, da Auf- und Abbau des Vorzeltes viel Zeit – jedenfalls für mich – beanspruchte.

Mit einem Wohnwagen ist man flexibel. Man stellt den Wohnwagen auf dem Campingplatz ab, fährt mit dem Zugfahrzeug zum Shoppen. Ein Café-Besuch ist keine Schwierigkeit, parken in unmittelbarer Nähe zu Sehenswürdigkeiten oder in der Innenstadt ist ein absolutes „Pro“ – denn man hat überhaupt keine Parkplatzsorgen. Weitere Vorteile dieser Variante sind ein hohes Maß an Unabhängigkeit, wenig Wartungsaufwand, eine leichte Pflege und vergleichsweise geringe Anschaffungskosten. Außerdem steht das Zugfahrzeug daheim als „normaler“ PKW für den Alltag zur Verfügung.


Und dennoch: Warum wir gewechselt haben

Und dennoch haben wir uns letztlich gegen den Wohnwagen – unseren Hobby – entschieden und für unser Wohnmobil Laika Ecovip 300.


Erste Überlegungen zum Kauf eines Wohnmobils

Wir haben eine Zeitlang alle möglichen Messen besucht, ohne zu wissen, was wir eigentlich haben wollten. Dann haben wir alle möglichen Wohnmobilhändler im Rhein-Main-Gebiet abgegrast – von Adria bis Westfalia, von Van bis Vollintegrierter, von gebraucht bis neu. Wir haben einen Haufen Grundrisse und Details studiert, viele Verkäufer mit unseren Fragen genervt und dann doch nicht gekauft.

In unseren Überlegungen wurde einbezogen, dass das Wohnmobil kompakt sein sollte. Ich hatte keine Erfahrung mit dem Lenken großer Nutzfahrzeuge. Es schwirrte noch unser Malheur auf dem Parkplatz mit dem langen Wohnwagen-Gespann in meinem Kopf. Fahren und Rangieren in beengten Straßen war meine Horrorvorstellung. Mit einem kompakten Wohnmobil ist das Rangieren einfach entspannter.

Nach langem Hin und Her waren wir bei einem ortsnahen Laika-Händler und hatten uns schon damals sehr für den Laika Ecovip interessiert. Italienisches Design hat mich total angesprochen. Aber die Preishürde war schon ziemlich hoch – und so haben wir den Kauf wieder verworfen, weil andere Dinge höhere Priorität hatten.


Der Wechsel zum Wohnmobil wurde erst durch einen Anruf eines Freundes ermöglicht

Laika Ecovip 300
unser Laika

Dann erhielten wir fast zeitgleich die Nachrichten von zwei Freunden, die sich ein Wohnmobil gekauft hatten. Unser kurzer Entschluss stand fest: Camping mit einem Wohnwagen ist komplett etwas anderes als Camping mit einem Wohnmobil – und wenn wir mit ihnen mitfahren wollten, dann müssen wir umsteigen. Da wir sowieso mit diesem Gedanken spielten, wurde die alte Liebe wieder aufgefrischt – und es sollte ein italienisches Fahrzeug, also ein Laika sein.

Wir fuhren nach Düsseldorf zur Messe „Caravan Salon“ und besuchten den Laika-Stand. Dort haben wir uns für den neuen Laika Ecovip interessiert und wurden von einem gut geschulten und informierten Verkäufer eines Laika-Händlers ausführlich beraten. Natürlich war auch bei diesem Verkaufsgespräch der Preis ein Kaufhindernis für uns.

Jetzt muss ich ein wenig ausholen. Die Abgasnorm Euro 6 wurde für neu zugelassene Kraftfahrzeuge ab dem 1. September 2015 verpflichtend. Der Händler hatte ein Vorführmodell des Laika Ecovip 300 auf seinem Hof stehen, das zu dieser Zeit noch eine Ausnahmezulassung mit Euro 5 hatte. Im September 2016 mussten diese Fahrzeuge mit Nachdruck verkauft werden. Und so kamen wir mit unseren begrenzten Finanzierungsmöglichkeiten ins Spiel. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Finanzierung wurde über die Erwin Hymer Group Finance (Laika gehört zum Unternehmensverbund der Hymer Group) abgewickelt und der Deal war perfekt. Wir mussten unseren Laika nur noch bei der Firma Caramobil GmbH in Stockach am Bodensee abholen – was mit viel Vorfreude dann auch geschah.

Beim Kauf eines Wohnmobils auch an den späteren Service denken

Nach dem Kauf ist vor dem Service. Was wir natürlich nicht bedacht hatten: Wir hatten das WoMo in Stockach gekauft, konnten aber die anfallenden Termin der verschiedenen Services (Dichtigkeitsprüfung etc.) dort, wegen der Entfernung, nicht durchführen lassen. Das sollte natürlich hier im Rhein-Main-Gebiet erfolgen.

Nach mehreren Serviceterminen und zusätzlichen Einbauten haben sich Herr Meranius und die Mitarbeiter von Reisemobile Rhein-Main GmbH als sehr kundenorientiert gezeigt. Wir sind seit 2016 bei ihm Stammkunden und es hat sich über die Jahre ein sehr freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Wir sind mit dem Kundendienst und dem uns entgegengebrachten Wohlwollen mehr als zufrieden. Danke an WoMo Rhein-Main für die tolle jahrelange Betreuung.


Wohnmobil im Ruhestand – ist das wirklich etwas für uns?

Diese Frage wurde uns von unserer Familie und unseren Kindern auch gestellt. Da wir uns aber schon so lange mit dem Camping in den unterschiedlichsten Reiseformen beschäftigt haben und letztlich alles immer auf die mobile Reiseform Wohnmobil hinaus lief, haben wir für uns diese Frage mit einem klaren Ja beantworten können.

Auf unsere erwachsenen Kinder brauchen wir keine Rücksicht mehr zu nehmen. Sie bevorzugen heute eher Fernreisen – ihre Urlaubspläne sind nicht deckungsgleich mit den unseren. So wie wir bereits ausgeführt haben, passt ein kompaktes Wohnmobil zu uns und zu unseren Reisen als Wohnmobilisten 60+. Wir reisen nun öfter, dafür teils kürzer oder teils sehr lange. Das Wohnmobil steht mit einer Grundausstattung versehen immer startklar.

Allerdings steht das Wohnmobil in einer großen trockenen Garage mit Elektroanschluss bei einem Landwirt, der von unserem Wohnort etwa 25 Kilometer entfernt ist. Das ist natürlich für Servicearbeiten oder Reisevorbereitungen nicht ideal. Aber die monatliche Miete beträgt gerade einmal die Hälfte der üblichen Miete hier im direkten Rhein-Main-Gebiet – wenn überhaupt eine Garage verfügbar wäre. Ein weiterer Vorteil: Vor Ort gibt es eine KFZ-Werkstatt, die KFZ-spezifische Arbeiten (Reifenwechsel, TÜV-Vorbereitungen) direkt in unserer gemieteten Garage vornehmen kann.

Unser Laika ist stets startklar

Wenn wir uns entschließen, wieder „on the road again“ zu sein ist unser Laika stets startklar. Wir holen das WoMo aus der Garage, es wird frisches Wasser getankt, die übrigen Klamotten in den Schrank geräumt, die angebrochenen Lebensmittel aus dem Küchen-Kühlschrank umgeräumt und die nur Lebensmittel für die ersten zwei Tage dazugepackt. Alles andere wird unterwegs gekauft.

Die Aufbaubatterien werden während des Fahrens dank eines Boosters aufgeladen – so brauchen wir selten externen Strom. Chemie für die Toilette brauchen wir nicht, da wir eine Trockentoilette haben. Damit ist eine gewisse Unabhängigkeit geschaffen. Sobald alles im Wohnmobil verstaut ist, fahren wir los – dann ist es meist schon Nachmittag. Wir warten nicht den nächsten Morgen ab, denn wenn wir im Wohnmobil sitzen, beginnt mit der ersten Minute unser Urlaub.

Was ich fast vergessen hätte: Die Reisegeschwindigkeit ist eine ganz andere. Das hatten wir anfangs gar nicht bedacht. Nicht dass wir anstatt 80 km/h jetzt 130 km/h fahren könnten – wir fahren durchschnittlich 100–110 km/h. Der Unterschied liegt im Verhalten beim Überholen von LKW-Schlangen. Früher haben wir uns dahinter eingereiht. Heute wird zügig überholt.


Fazit

Die Frage ob wir lieber mit Wohnwagen oder Wohnmobil reisen ist eindeutig beantwortet. Wir reisen zu zweit, lieben das Vagabundieren und kommen so gesehen mit wenig aus. Da wir viel sehen wollen, haben wir auch keine längeren Aufenthalte an einem bestimmten Ort. Mit der kleinen Unabhängigkeit, die uns die Ausstattung des Wohnmobils bietet, kommen wir auch mit der neumodischen, ungeliebten Reservierungspraxis mancher Campingplätze zurecht. Mit der kompakten Länge von 5,99 m des Laika Ecovip haben wir deutlich bessere Möglichkeiten, außerhalb von Camping- und Stellplätzen zu übernachten. Ohne Reservierungen können wir jederzeit spontan nach „Pontius“ oder „Pilatus“ fahren.

In Innenstädten können wir allerdings meist nicht parken, da 2,30 m Breite und 2,99 m Höhe nicht parkhaus-fähig sind. Um die letzte Meile zu überwinden, haben wir unsere E-Bikes dabei oder nutzen die Öffis.

Es gibt kein Vertun: Ein Wohnmobil war teuer und ist heute nicht minder teuer. Dazu kommen die laufenden Kosten für Unterschlupf, KFZ-Versicherung und -steuer. Und seit der Krise um die Ukraine und den Iran ist der Dieselpreis schmerzhaft erhöht. Ein Wohnmobil „rentiert“ sich finanziell nur bei häufiger bzw. längerer Nutzung. Doch auch, wenn man wenig Zeit zum Reisen hat, bietet es eine andere, eine entschleunigte Art des Reisens, die man sonst nur schwer findet.


👉 Unser Laika Ecovip 300 stellt sich vor 👉 Wann ist die beste Reisezeit für Wohnmobilisten 60+?


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